Vielfalt unter einem Dach: Der Schirrhof startet mit kultureller und sozialer Strahlkraft ins neue Jahr

Der Schirrhof in Kamp-Lintfort hat sich als „Dritter Ort“ fest etabliert – als offener Raum für Kultur, Begegnung und Austausch. Der Auftakt des Kulturprogramms 2026 machte diesen Anspruch eindrucksvoll sichtbar.

Am Sonntag, 18. Januar, begann das neue Kulturjahr mit dem „Kleidertausch am Niederrhein“. Die regelmäßig stattfindende Veranstaltung verband Nachhaltigkeit mit sozialer Begegnung. Bei Kaffee und internationalen Speisen, angeboten vom erstmals beteiligten Verein Sozialprojekte Niederrhein e. V., kamen Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch.

Im Anschluss endete die Ausstellung „mal nur malerei“ mit einer Finissage. Gezeigt wurden Arbeiten der Künstlerin Nanni Wagner aus Geldern, die sich intensiv mit Farbe, Fläche und malerischem Ausdruck auseinandersetzen.

Den Abschluss bildete die Performance „PLUTO on PIANO“: Schauspieler Steffen Reuter rezitierte Texte von Franz Kafka und begleitete sich selbst am Klavier. Die Verbindung von Literatur und Musik setzte einen atmosphärisch dichten Schlusspunkt unter einen vielseitigen Kulturtag.

Der Auftakt steht exemplarisch für das Profil des Vereins Kulturprojekte Niederrhein e. V. um Rüdiger Eichholtz: ein bewusst niederschwelliges und zugleich künstlerisch anspruchsvolles Programm.

Ausblick auf die erste Jahreshälfte

Unter dem Titel „SchirrhofJazz“ setzt sich die musikalische Reihe in den kommenden Monaten fort:

  1. Januar, 20 Uhr: SVM3 Trio – zeitgenössischer Jazz aus Berlin.
  2. März, 11 Uhr: Vernissage mit Ingrid Lohmann Küppers und Axel Markens.
  3. März, 20 Uhr: 8 octopi – jazzige Klänge mit poetisch-sarkastischen Texten.
  4. April, 20 Uhr: Nils Wogram Nostalgia – Trio mit Hammond-Orgel.
  5. April, 20 Uhr: Mike Parker Trio – energetische Mischung aus Jazz, Rock und Klassik.
  6. Mai, 20 Uhr: Julia Hülsmann und Gäste – mit Achim Tang und John Dennis Renken.

Darüber hinaus finden am Schirrhof zahlreiche weitere Veranstaltungen statt – von Formaten des Kulturcamp e. V. über Großevents wie Extraschicht und Nachtfrequenz bis hin zu Projekten mit sportlichem und sozialem Schwerpunkt.

Stadt und Verein legen großen Wert auf die Verbindung von Kultur, Bildung und sozialen Ansätzen. Kulturdezernent Dr. Christoph Müllmann betont die Bedeutung kultureller Bildung, etwa durch Schulformate wie die Pausenhallenkonzerte.

Rüdiger Eichholtz ergänzt: „Mit interkulturellen Beiträgen eröffnen wir Kindern und Jugendlichen neue Horizonte und bringen zugleich international anerkannte Künstler an den Niederrhein.“

Mit Blick auf das Auslaufen der Förderperiode des Landesprogramms „Dritte Orte“ werden derzeit neue Finanzierungswege geprüft, um den Schirrhof auch künftig als lebendigen Ort für Kultur und Begegnung zu sichern.

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